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Immissionsschutz

Lärmaktionsplanung

Nach der 1. Stufe des Lärmaktionsplanes von 2008, welcher für Straßen mit einer Verkehrsbelegung von ≥ 16.000 Kfz/Tag erarbeitet wurde, sind in der 2. Stufe weitere Straßenabschnitte mit einer Verkehrsbelegung von ≥ 8000 Kfz/Tag verpflichtend untersucht worden.

Hauptzielstellung  der Lärmaktionsplanung ist, „schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern und ruhige Gebiete, die der Erholung der Bevölkerung dienen, zu schützen und damit ein hohes Gesundheits- und Umweltschutzniveau zu gewährleisten.

Frankfurt (Oder) hat die Lärmaktionsplanung als integrative querschnittsorientierte Planung in enger Verzahnung mit Stadtentwicklungs-, Verkehrsentwicklungs- und Umweltplanung verstanden. Im Ergebnis liegt ein Maßnahmenkonzept vor, das durch die Kombination von Einzelmaßnahmen sowie unter Nutzung der Synergien des Luftreinhalteplans geeignet ist, die Lärmbelastungen an wesentlichen Hauptverkehrsstraßen und an der Autobahn BAB 12 im Bereich Frankfurt (Oder) deutlich zu reduzieren und damit die Zahl der „Lärmbetroffenen“ insbesondere nachts zu senken.

Mit der Vermeidung von CO2-Emissionen (z.B. durch die Förderung des Umweltverbundes), der Verringerung schädlicher Umwelteinwirkungen, aber auch durch immissionsgünstige Siedlungsentwicklung (Vermeidung von Zersiedlung und Versiegelung) werden umweltrelevante Belange berücksichtigt. Somit kann ein höheres Umweltschutzniveau erlangt werden.

Lärmaktionsplan der Stadt Frankfurt (Oder) 2013 [PDF: 6,5 MB]

Luftreinhalteplanung

Im Rahmen der EU-Umweltgesetzgebung ist im Sinne des Umwelt- und Gesundheitsschutzes die Überwachung und Bewertung der Luftqualität sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung, Verhinderung und Verringerung von Luftschadstoffemissionen festgeschrieben. Mit der Forderung zur Aufstellung von Luftreinhalteplänen nach §47 Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) gewährleistet der Gesetzgeber konkret, dass Maßnahmen und Konzepte zur Einhaltung der EU-Luftschadstoffgrenzwerte  erarbeitet werden. Neben der Minimierung von gesundheitsschädlichen Auswirkungen durch die Luftschadstoffimmission ergeben sich dabei gleichermaßen Synergieeffekte hinsichtlich  Lärmminderung, Reduzierung von Trennwirkungen, Erhöhung der Verkehrssicherheit, Förderung des Umweltverbundes sowie der Stadt- und Wohnqualität.

Die Beschlussfassung zur 1. Fortschreibung des Luftreinhalteplanes der Stadt Frankfurt (Oder) erfolgte am 05.12.2013. Die Umsetzung von Maßnahmen aus dem Plan soll sich insgesamt positiv auf die Stadt- Wohn- und Aufenthaltsqualität in Frankfurt (Oder) auswirken. Neben der Luftschadstoffminderung ergeben sich positive Effekte hinsichtlich der Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Reduzierung von Trennwirkungen, usw. Weiterhin besteht eine enge Verknüpfung zum Thema „Nachhaltige Mobilität“, insbesondere hinsichtlich der Reduzierung des Kfz-Verkehrs und der Veränderung der Verkehrsmittelwahl, welche zur CO2-Minderung (Klimaschutz) beiträgt. Die Förderung des Umweltverbundes ist daher von besonderer Bedeutung.

Luftreinhalte- und Aktionsplan Frankfurt (Oder) 2006 [PDF: 2,4 MB]

Flyer Luftreinhalteplan Frankfurt (Oder) [PDF: 737 KB]

Luftreinhaltung - Dynamische umweltgesteuerte Verkehrsumleitung (DUV)

Zielstellungen

Mit dem umweltorientierten Verkehrsmanagement sollen verfügbare Methoden zur dynamischen Verkehrsbeeinflussung eingesetzt werden, um den Kfz-Verkehr so zu steuern, dass Spitzen der Luftschadstoffbelastung an Hotspots (Leipziger Straße) minimiert werden und damit ein Beitrag zur Grenzwerteinhaltung für NO2 und PM10 geleistet wird.
  • Umleitung des städtischen Durchgangsverkehrs
  • dynamische Signalisierung von Sperrungen und Umleitungen

Ziel der aktuell etablierten Maßnahme ist es, den motorisierten Individualverkehr (MIV) in der Leipziger Straße aus Richtung Südring in luftbelastungskritischen Situationen so umzuleiten, dass er den Hotspot-Bereich in der Leipziger Straße (Höhe Dresdener Straße) auf einer Alternativroute umfährt.

DUV_Anzeigetafeln

Präsentation_DUV [PDF: 1,6 MB]

Stadt für morgen

http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/die_stadt_fuer_morgen_umweltschonend_mobil.pdf